clara.francesco

Valence


22.8. Mornas nach Valence, 99,53 km, 6: 44 h, 14,8 kmh, 1597 Höhenmeter, 2237,52 Gesamt km
In St. Gilles ist die Kirche einfach verkleinert worden, als sie groß nicht mehr gebraucht wurde. So hat sie eine riesige Westfassade und ist eine kleine Kirche, an deren Apsis außen die Reste der alten Kirche zu sehen sind. Interessant!
Danach ging es nach Avignon, bereits mit den ersten Vorboten des Gegenwindes zur Rhone und an der Rhone bei einer Affenhitze entlang. Avignon selbst ist durchaus eindrucksvoll. Anschließend sind wir auf den Spuren der Päpste an unendlichen Weinfeldern vorbei nach Chateauneuf du Pape den Berg hoch getrampelt, Oben gibt es die Reste der Weinschlosses. Eine schöne Gegend und Wein soweit das Auge reicht. Dazu eine leichte Landschaft, Aussicht auf die Berge und den Fluss. Das genaue Gegenteil ist Orange. Der Triumphbogen war eingerüstet und das Theater haben wir uns nicht mehr angeschaut. Eine stille Stadt mit einem riesigen Militärgelände der Fremdenlegion.
Auf der Autobahn war ein irrer Stau, wir waren in der Tat schneller als die Autos dort. Die Nacht haben wir in einem kleinen Hotel verbracht nit einem emeritierten Fremdenlegionär als Besitzer.
Heute ging es den ganzen Tag dem Mistral entgegen nach Norden. Die rechte Seite der Rhöne ist sehr schön, viele alte kleine Städte und die Ausläufer der Berge machen den Weg wirklich schön, Aber der Mistral an sich ist eine fiese Angelegenheit. Beständig oder in Böen, es ist eigentlich ziemlich egal wie er weht, er weht und zwar immer das Tal hinab und wir immer der Tal hinauf. Beim Fahren gegen den Wind geht irgendwann nur noch Fahren und auch das ist ein Fahren eisernen Willens denn eigentlich wäre es viel logischer entweder stehen zu bleiben und zu warten oder aber einfach umzudrehen. Mit Mühe erreichen wir Valence, eigentlich nicht das Etappenziel für den Abend auf einem Campingplatz, der sich als Schlafplatz für Rückreisende nach Deutschland herausstellt.


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