clara.francesco

2009 - - - - Sain-Bel

26.7.
Chambaud nach Sain-Bel, 100, 56 km, 7:00; 14,3 kmh; 1098 Höhenmeter, Gesamt: 196,89


Wir haben den Mont Blanc gesehen!
Doch zunächst sind wir in aller Frühe aufgebrochen und haben uns durch schöne und doch noch rauhe Landschaften und Dörfer, die alle im Blumenwettbewerb der Region gewinnen wollen, gefahren.
Irgendwann haben wir den Jura hinter uns gelassen und sahen ihn da liegen. Eine bessere Beschreibung gibt es eigentlich nicht, denn der Jura sieht wirklich aus wie ein Riese mit vielen Armen und Beinen, der gemütlich liegt. Langsam war die Nähe zu Lyon spürbar: vor allen in den großen, teuren und zum Teil sogar sehr schönen Villen. Der Vorteil: die Straßen waren in einen hervorragenden Zustand,


Nach den Villen kamen Großbauern, die vor allem mit riesigen Mais - aber auch Sonnenblumenfeldern bestachen. Das Mittagessen haben wir in heiliger Gesellschaft zu uns genommen: mit dem Pfarrer von Ars, dessen Grund der Heiligkeit uns beiden nicht einfiel. Wie auch immer, sie färbte nicht auf das Essen ab. Hinter der Saone ging es steil bergan in die nächste Villengegend von Lyon. Was zunächst nicht erklärbar, wurde beim Blick durch eine freie Stelle sofort verstehbar, alle diese Villen haben einen direkten Blick auf den Mont Blanc.  Er blieb der treue Begleiter der nächsten Stunden, die in einem steten Auf- und Manchem Ab bestanden. Immer zur Linken der Jura, dunkel, kaum auffallend und an der einen Stelle wie eine große Wolke auftauchend der Mont Blanc. Die anderen Alpen waren im Dunst nur schwach zu erkennen, aber man kann erahnen, welch ein Ausblick das bei klarem Wetter ist.
Die Gegend da oben ist wunderschön: auf der einen Seite das Saone und Rhone Tal mit dem Blick auf die Alpen, auf der anderen Seite die Weingegend des Beaujolais mit riesigen Sonnenblumenfeldern dazwischen. Alten Weingütern, sanften Hügeln und schwach zu erkennenden Bergen. Zu schön beinahe, vor allem im Blick auf die unmittelbare Nähe zu Lyon.
Den Abend mit der Suche nach Wasser verbracht. Dieses haben wir gefunden in einem Friedhof, der malerisch auf einem Hügel mit Blick auf die Stadtburg liegt. Der Nachteil: er ist zu erreichen über eine Straße mit einer Steigung von 19%. So liegen wir jetzt direkt neben den Toten im Gras, einem traumhaften Blick und interessierten Kühen.


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