clara.francesco

Berdun


10.8. Oricain nach Berdun, 103,07 km, 7:11 h, 14,3 kmh, 1500 Höhenmeter, 1217,76 Gesamt km
Pass: Puerto Loiti 724 m
In der Nach vom 8. Auf den 9. Sind wir völlig eingeregnet, es hat die ganze Nacht gegossen ohne Ende. Zum Glück hörte der Regen um 6 Uhr morgens auf, so dass wir mit nassem Oberzelt aber sonst recht trocken starten konnten nach Spanien. Der Beginn war auf einer neuen, sehr schönen Bundesstraße, von der wir aber bald vor jedem Tunnel umgeleitet wurden durch Dörfer.-Baskische Dörfer, alle sehr schön renoviert und gepflegt, aber ohne jede Infrastruktur. Die Nacht haben wir nach einer Passüberquerung auf einem Campingplatz vor Pamplona verbracht.
Der Pass ging eine alte Straße, zum Teil sehr steil hoch. Mitten auf der Passstraße fiel ein Auto mit laufendem Motor auf und zwei Menschen, die fassungslos nach unten schauten. Die Mauer, die die Straße vor dem Abgrund schützt, war kaputt. Wir vermuten, dass da jemand runter gestürzt ist, eine gruselige Vorstellung.
Auffallend ist, dass die Radfahrer – also die Rennradfahrer -  nicht mehr grüßen. Ebenso die Fußgänger nicht. Dafür gibt es hier Radfahrer.
Heute sind wir den Tag über zunächst auf der Suche  nach einer Straße gewesen, sie sich dann als Autobahn entpuppte, aber mit der alten Straße daneben. Eine durchaus schöne Strecke, wenngleich auch wieder mit starken Steigungen und schlechtem Asphalt. Neben der Straße haben wir einen  Laden gesucht und festgestellt, dass wir hier im Bofrostland sind. Es scheint aber eine Möglichkeit zu sein, in Bar und Restaurants einzukaufen, da haben wir heute Abend dann Brot und so erstanden.
Den Tag über sind wir immer wieder an wahnsinnigen Erosionen vorbeigefahren, die die Landschaft wie eine Mondlandschaft wirken lässt. Dazu spiegelt die rote Erde die Sonne. Es unglaubliche Kombination, wenn in dem Moment nicht der Gedanke da ist, dass da einfach Wald fehlt. Zudem haben wir heute den Stausee abgefahren, der jetzt doch vergrößert wird, er war bereits sehr leer, aber es ist zu erahnen, wie schön er aussieht trotz der Künstlichkeit im Frühjahr.
Jetzt lagern wir am Fuße einer Bergstadt, die noch bewohnt ist im Gegensatz zu anderen Städten. Sie ist beleuchtet und gibt eine sehr schöne Kulisse zu den Grillen im Gras.


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