clara.francesco

Ax-les-Thermes


16.8. Andorra L.V. nach Aix les Termes, 68,08 km, 6:07 h, 11,1 kmh, 1944 Höhenmeter, 1676,37 Gesamt km
Pass: Port de Envalira 2408m; Pas de la Casa 2085 m
Das Gewitter hat uns dann doch erwischt – mitten in der Nacht. So sind wir am nächsten Morgen, der wieder ganz klar war, mit nassem Oberzelt den Pässen entgegen gefahren. Es war zur Abwechslung eine wirklich schöne, alte Passstraße, die sich langsam zum ersten Pass hoch gewunden hat. Von dort wurden wir durch eine imposante Schlucht geleitet, die in einem Dorf endete, dass sich gerade auf Maria Himmelfahrt vorbereitete. Nach einigem Auf und Ab ging es dann mit den altbekannten 10% zum zweiten Pass. Von dort eine tolle Sicht auf die Berge, eine Ahnung von Andorra und ein grandioser Canon. Danach ging es den Berg hinab auf die Straße, die nach Andorra führt. Der totale Kulturschock, plötzlich viele Autos.
Beim Mittagessen wurden wir begleitet von einem Franzosen, der aufgrund eines verloren gegangenen Schlüssel in der Bar und im Auto wohnte. Eigenartiger Typ. Nachdem wir uns eine ganze Weile mit vielen Autos auf der Straße getummelt haben, sind wir kurzentschlossen beim vorletzten Campingplatz vor Andorra geblieben. Dort konnten wir Wäsche waschen, die Ausrüstung kontrollieren, ausschlafen und am nächsten Tag dem nächsten Gewitter und Andorra entgegen fahren,
Nachdem die Gewitterböen und ein wenig Regen uns bis Andorras Hauptstadt begleitet hatten, sind wir dort kurzentschlossen in eine Pension gegangen. Das Abendessen bei einem Mexikaner war sehr heiter, da die Weltmusik nahtlos von Jazz zu Bayrischer Musik, der Mondscheinsonate und Gospel wechselte. Das ganze in Begleitung einiger Busenwunder und Verehrer.
Heute sind wir dann durch ganz Andorra, immer weiter den Berg hoch gefahren. Was für ein abgefahrenes Land! Ein Einkaufstempel neben dem anderen, daneben grandiose Berge, viele Skigebiete und Thermalquellen. Der Sonntag und noch Feiertag ermöglichte ein so autofreies Fahren, dass wir kurzentschlossenen die ganze Strecke gefahren sind. Die Strecke ist gut zu fahren, angenehm ausgebaute Straßen, die an den steilen Stellen doppelspurig sind. Es ist schön, aus dem engen Tal immer weiter nach oben zu kommen und die Berge immer kleiner wirken.
Nach dem Mittagessen hatte ich im Gras liegend die Begegnung einer anderen Art: eine  Schlange schlängelte sich über meine linke Hand. Ich habe einen solchen Schrecken bekommen, dass ich jetzt eigentlich in gar kein Gras mehr will. Fürchterlich!
Wir sind zum Glück so früh weiter gefahren, dass uns das Gewitter erst richtig in Aix erwischte. Da sitzen wir nun, mal wieder im Gewitterregen und hoffen, dass das Wetter besser wird, Morgen stehen immerhin drei Pässe auf dem Programm.


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